Fördermaßnahmen

Moto

Die Motopädagogik versteht sich als ganzheitliches, entwicklungsorientiertes Konzept der Erziehung über Körper-, Material- und Sozialerfahrung.

Vielfältige Bewegungserfahrung im Kindesalter sind wichtige Grundlagen für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung von Kindern, da die motorische Fähigkeit eine Basisfunktion des kindlichen Lernens darstellt. Schüler, die Entwicklungsdefizite in diesen Bereichen zeigen, erhalten Bewegungs- und Spiel- und Lernangebote, um sich weiterzuentwickeln. Dabei steht die selbstständige und selbsttätige Auseinandersetzung mit vielfältigen Bewegungsangeboten im Vordergrund. Zwei in Motopädagogik ausgebildete Kolleginnen bieten Kleingruppen von 6 – 8 Kindern an, in denen Schüler in ihrer Körperkoordination, Wahrnehmung, ihrem Selbstbewusstsein u. ä. gefördert werden.

Deutsch und PC

Seit dem Schuljahr 2007/08 löste das Programm Deutsch & PC die Intensivkurse des 1. Schuljahres ab. Das Projekt der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und des Hessischen Kultusministeriums hat zum Ziel, die Zukunftschancen für Schüler aus Familien mit Migrationshintergrund durch frühestmöglichen Beginn der Sprachförderung zu erhöhen.

Wichtigstes Element des Projektes ist die Einbettung der Förderung in die Unterrichtsarbeit der ersten Klassen mit insgesamt 10 Wochenstunden.

Erstklässler mit unzureichenden Deutschkenntnissen werden parallel zum Klassenverband in eigenen Fördergruppen von sechs bis acht Schülerinnen und Schülern zwei Unterrichtsstunden täglich in Deutsch und Mathematik unterrichtet. Grundlage ist der geltende Rahmenplan für die Grundschule, wobei die Kinder in den Kleingruppen besonders angesprochen und gefördert werden können. In enger Kooperation auf Jahrgangsebene werden die Inhalte abgesprochen. In den Unterricht können computergestützte Materialien einbezogen werden, da jedem Kind ein PC in der Schule zur Verfügung gestellt wird.

Inzwischen ist das Programm im Unterrichtsfach Deutsch auch auf die zweite und dritte Jahrgangsstufe ausgeweitet worden.

Vorlaufkurse

Deutsch als gemeinsame Sprache für Kommunikation und gegenseitiges Verstehen ist die Grundlage unserer schulischen Arbeit. Immer wieder stellen wir fest, dass ein Teil der Kinder aus Migrantenfamilien, trotz zum Teil langjährigen Aufenthaltes in unserem Land, erhebliche Sprachschwierigkeiten bei der Einschulung aufweist.

In unserer Schule werden deshalb schon mehrere Jahre sog. Vorlaufkurse für Vorschulkinder nicht deutscher Herkunft durchgeführt. Für die Dauer eines Schuljahres werden an den einzelnen Kindergärten unseres Einzugsgebietes diese Kinder von Lehrerinnen zweimal pro Woche sprachlich gefördert.

Die Arbeit geschieht in enger Kooperation mit den Erzieherinnen in den Kindergärten, so dass ein umfassendes Bild über den allgemeinen und sprachlichen Entwicklungsstand der Kinder entsteht.

Aufbauend auf den Vorlaufkursen konnten zum Schuljahr 2006/2007 erstmals für die 1. und 2. Schuljahre Deutsch-Intensivkurse zusätzlich zum Regelunterricht mit 4 – 5 Stunden pro Woche angeboten werden.

Der Deutsch-Intensivkurs ist eng an das sonstige Unterrichtsgeschehen angelehnt und bemüht sich um dessen Festigung und sprachliche Aufarbeitung. Auf diese Weise wird der Lese- und Schreiblernprozess von Anfang an unterstützt. Der Wortschatz wird erweitert und die grammatikalischen Strukturen werden weiterentwickelt.

Talentförderung

Wir fördern mathematisch begabte Kinder, denen die Beschäftigung mit der Mathematik Freude bereitet. In dieser Förderstunde werden insbesondere Aufgabenstellungen aus den Bereichen der Kombinatorik und der Geometrie gelöst. Bei den Aufgaben geht es darum, die Kinder anzuregen nach Mustern und Strukturen zu suchen, selbstständig Muster und Strukturen zu erzeugen und dabei ihr mathematisches Wissen und ihre mathematischen genauso wie ihre allgemeinen kognitiven Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Durch das Experimentieren mit Zahlen und Rechenoperationen sollen tiefere Einsichten in die Zahl- und Rechenbeziehungen gewonnen werden. Dabei werden unterschiedliche Lösungen und Lösungswege bewusst gesucht um mathematische Fähigkeiten der Kinder anzuregen und zu erweitern. Oft arbeiten die Kinder in Kleingruppen damit sie im Austausch mit den anderen Strategien überdenken können. Höhepunkt ist die Teilnahme am „Känguru-Wettbewerb“ (europäischer Mathematikwettbewerb) im Frühjahr eines jeden Jahres.